Mittlerweile waren alle tieferliegenden Skigebiete geschlossen. Gleichzeitig war Föhnsturm angesagt. Aufgrund des Neuschnees, der unter der Woche fiel, reizten die Berge dennoch. So versuchte ich mein Glück erneut in Davos, das dritte Mal hintereinander. Hier hoffte ich, dass der Betrieb durch den Föhn nicht eingeschränkt würde, zudem war die Schneelage in Mittelbünden weiterhin überdurchschnittlich. Nach dem letzten Besuch am Rinerhorn und auf der Schatzalp sollte nun der Fokus auf den zahlreichen Routen und Talabfahrten der Hauptgebiete liegen.

nach 20 Minuten Anstehen in Klosters gings rauf zum Gotschnagrat

Im Januar noch war das Parsenn-Gebiet hoffnungslos überlastet. Die übliche Warterei in Klosters gabs auch diesmal, aber oben war die Situation deutlich besser. Die Idee war nun, während den ersten ein, zwei Stunden etwas durch das Skigebiet zu gondeln und einige Pisten herauszusuchen. Beispielsweise die Pisten an der 6KSB Furka sind jeweils früh hinüber, darum legte ich da als erstes eine Wiederholungsfahrt ein, solange sie noch fahrbar sein würden. Es ist einfach Fakt, dass die Pistenfläche die 2500 p/h der 6KSB kaum schlucken kann, darum kann man da nur am Morgen früh fahren.

Standardblick durchs Skigebiet

6KSB Furka

eine Abfahrt an der Furka-6KSB machte ich auch, solange die Piste noch fahrbar war

4KSB Totälpli

vor dem Weissfluhjoch

Im Januar reichte uns die Zeit nicht für den Weissfluh-Gipfel, das sollte nun nachgeholt werden. Klar, es war schon stürmisch oben, aber zum Fahren gings trotzdem gut. Die Nordabfahrt hatte ich kaum mehr in Erinnerung, jedenfalls gefiel sie mir sehr mit der abwechslungsreichen Trassierung, den verschiedenen kurzen Steilhängen und der Aussicht. Nach einem Zwischenstopp am Kurzlift Kreuzweg gings weiter mit der Schifer-Abfahrt. Oben ebenfalls herrlich (und schön breit!), unten wird die Piste bekanntlich enger und da war sie dann sehr hart. Vielleicht hatte es da auch reingeregnet.

Panorama von der Gipfelabfahrt Nord

hoch über der Schiferbahn

schön trassierte schwarze Piste

kurz eine Fahrt mit dem Skilift Kreuzweg

kurze, aber nette Piste Kreuzweg

hier oben ein Traum die Parsennabfahrt

unten wirds dann eng an der 1. Sektion der Schiferbahn

Nach der ewig langen Bergfahrt mit der Gondelbahn war es Zeit, das Skigebiet zu verlassen. Insgesamt gibt es im Parsenn-Gebiet fünf verschiedene Pisten als Talabfahrt sowie weitere Routen, eine ganze Menge, von den Pisten kenne ich die rote 49 nach Klosters noch nicht. Wie bei meinem allerersten Besuch verliess ich das Parsengebiet nach der gemütlichen Fahrt durch das Meierhofertäli mit der schwarzen 13 nach Wolfgang. So früh am Morgen natürlich top präpariert. Die beiden Steilhänge waren schon recht hart, aber gerade noch griffig. Insgesamt eine überraschend steile, knackige Talabfahrt, die 600 Höhenmeter sind rasch überwunden.

Gipfelbahn Weissfluh in der Totalen

Meierhofertäli

schwarze 13, um diese Uhrzeit schön leer

genialer erster Steilhang

Ausfahrt zum Wolfgang-Pass

In Davos Wolfgang musste ich kurz auf den Ortsbus warten. Fortsetzen wollte ich den Tag am es folgt wieder ein steilerer Hang

unten heraus teilweise Bobbahn

angekommen im Dischmatal

Winterstimmung, während am Alpenhauptkamm die Föhnwalze rollt

" target="_blank">Jakobshorn
, da sollte es dann auch auf die Routenabfahrten gehen. Auch wenn es soweit nur wenige Abfahrten waren: die Zeit verging trotzdem schnell, schneller als gedacht, das Anstehen in Klosters und die Bergfahrt mit der Schifer-Bahn verschlingen jeweils viele Minuten. Bereits jetzt war klar: Davos war erneut eine kluge Wahl, genügend Schnee und keine Einschränkungen durch den Föhnsturm.