Endlich ging der Marcheuson-Skilift auch, da wollte ich noch eine Fahrt mitnehmen, da er mir gestern so gefiel. Am Doppelskilift Ripaille waren dann nur eineinhalb Pisten präpariert, und die waren sehr hart. Dazu etwas gar viele Wolken - das war nicht so gut wie erhofft. Also machte ich mich auf in Richtung Avoriaz.
Wegen des starken Windes war die Mosettes France geschlossen, weshalb von Frankreich her die meisten über die Chavanette in die Schweiz eintrudelten. An der 6KSB Fornet gabs einige Aufhellungen, aber die einzige Piste war mir zu voll, darum gings weiter nach Avoriaz. Dort, im Talstationsbereich der Sesselbahnen Tour, Lac Interets und Stade waren viele Leute, selbst für Avoriaz-Verhältnisse. 10 Minuten Wartezeit hiess das leider für alle Lifte.
Viel weniger Andrang herrschte an den beiden Stangenschleppern Arare, darum machte ich gleich zwei Wiederholungsfahrten dort. Die Einfahrt in einige der blauen Pisten dort ist etwas versteckt, so waren sie super zu fahren und erstaunlich leer. Teilweise kamen sie mir auch neu vor - vielleicht eine Vorbereitungsmassnahme für die zukünftige Lac Interets Bahn, wo dann die Streckenführung verändert und verlängert wird. An der in die Jahre gekommenen, heutigen Bahn musste ich auch wieder die 10 Minuten anstehen, ich brauchte sie halt, um weiter zur 6KSB Grande Combes zu gelangen.
Endlich bei den Grande Combes angekommen, war dann die rote Piste oben genialst zu fahren. Schön präpariert und griffig. Es schien so, dass die Nordhangpisten gut zu fahren waren - siehe Arare, siehe Marcheuson. Klar, unten wurde es wieder etwas hart, aber trotzdem machte ich gleich eine Wiederholungsfahrt an der höhenmeter-intensiven Bahn. Danach gings wieder runter über die volle Stade-Piste nach Avoriaz und weiter über die wie immer vollen und eisigen Pisten nach Lindarets.
Die Chaux-Fleurie Bahn hatte einige Minuten eine Panne, darum musste ich da etwas warten. Nach einer Wiederholungsfahrt gings rüber in den Châtel-Sektor und da ganz runter zum riesigen Talstations-Areal. Die Talabfahrt war erstaunlich gut zu fahren: noch wenige Spuren, kein Eis, ganz anders als erwartet. Mein Ziel war die 4KSB Pré la Joux, die ich bislang noch nie gefahren bin. Glück gehabt, um 14 Uhr ist da bereits Betriebsschluss, da sie hautpsächlich Zubringer ist.
Oben fuhr ich zunächst einmal auf der roten Combes, danach zwei Pisten an der Cornebois-4KSB. Alles nett trassierte Kunstschneepisten, welche trotz Andrang gut zu fahren waren. Hier oben hatte es genügend Schnee. Weniger gut war wie erwartet der eisige Linga-Schlauch, darum machte ich keine Bergfahrt an den Liften dort.
Den Bereich um Planie Dranse liess ich fast komplett aus, mit den Bahnen Chaux-des-Rosés, Rochassons und Pierre Longue fuhr ich diesmal nicht. Meiner Erfahrung nach sind die Pisten dort zumeist eisig, gerade bei winidgen Verhältnissen. Im Nachhinein wäre es trotzdem klug gewesen, hier noch etwas länger zu verweilen, von mir aus auch am Cornebois. Denn der Tagesabschluss in Super-Châtel sollte nur noch Enttäuschungen bringen.
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