Den Sonntag Nachmittag verbrachten wir bei Churwalden. Zum Einen, um den Menschenmassen in den Hauptbereichen etwas aus dem Weg zu gehen, zum anderen, weil ich diesen Teil der Lenzerheide noch nicht gut kannte. Die Verbindungspiste am Proschieri beinhaltet schon viele Flachstücke, als Snowboarder möchte man das nur einmal am Tag machen. In Churwalden wars dann tatsächlich relativ ruhig, mit der neuen Gondel wird Churwalden hauptsächlich als Einstiegsportal benutzt, die Achse Pradaschier-Windegga wird dagegen von den meisten rechts liegen gelassen.
Die sportlichen Pisten an der Windegga gefielen uns gut, wenngleich einzelne apere Stellen auftraten. Weniger toll war das Lifttrasse, dass seitlich stark abfiel. Auf dem Snowboard anspruchsvoll und anstrengend, teilweise wurde ich vom Trassee immer weiter weggetrieben. Deshalb kamen wir später nicht mehr zurück zur Windegga. Hingegen kamen wir am eisig kalten Freitag morgen nochmals zurück zum Pradaschier-Sessel, da es weiter oben kaum auszuahlten war. Die Talabfahrt nach Churwalden war dann wunderbar: menschenleer, pulvrig, einwandfrei präpariert. Nach drei Fahrten mussten wir aber via Heidbüel-Gondel zurück in die Wohnung, um uns aufzuwäremn.
An den Hauptanlagen Stätzertäli und Stätzerhorn gefiel es uns eigentlich nur am Dienstag morgen in aller Frühe, als die Pisten noch leer und frisch präpariert waren. Da legten wir am Stätzerhorn zwei erste Abfahrten an der Morgensonne ein, bevor wir uns nach Arosa begaben. Ansonsten war diese Geländekammer zum Vergessen. Wahnsinnig voll, schnell verbuckelt uns ausgefahren, das waren ziemlich "österreichische" Verhältnisse. Wenig einladend für Wiederholungsfahrten. Zudem war die schwarze Piste am Stätzerhorn sehr hart. Nachmittags war es dort kaum möglich, auf der Eisbahn saubere Kurven zu fahren. Kein Wunder, wurde die Piste grösstenteils ignoriert.
Erstaunlich oft fuhren wir am kurzen Skilift Proschieri. An der Bergstation sind es vor allem Verbindungswege, aber die untere Hälfte "seiner" Piste ist ein netter Carvinghang. Gerade bei schlechterem Wetter war hier die Sicht stets akzeptabel. Ausserdem kommt man hier zwangsläufig auch nach dem Wechsel von der Ostseite zurück zur Westseite vorbei. Vorzüglich, dass dieser Skilift als letzte Anlage bis 16 Uhr 30 in Betrieb ist, dadurch kamen wir jeweils noch sicher und bequem zurück nach Valbella.
Der ganze Bereich rund um Heidbüel, Alp Stätz und Proschieri ist seit dem Bau des Verbindungslifts Obertor und der neuen Gondel ab Churwalden stark geprägt von den verschiedenen Verbindungsfunktionen. Irgendwie machte das alles einen bruchstückhaften, unausgegorenen Eindruck, die verschiedenen Verbindungen kosteten stets Zeit und meistens mehrere Liftfahrten. Aber die Topographie und die verschiedenen, gegebenen Talstationen geben nicht wirklich etwas anderes her. Die übervolle Piste an der Stätzeralp ist mittlerweile hinlänglich bekannt, von daher hatte ich das so erwartet. Enttäuscht war ich mehr von der eisigen schwarzen Piste, ja vom Pistenzustand generell.
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