Seit dem Bau der Urdenbahn wurde das Hörnli zu einem zentralen Punkt des Skigebiets. Entsprechend ist es meistens voll am Hörnli-Sessel, besonders, wenn gerade eine volle Kabine von der Lenzerheide her angekommen ist. Leider waren hier die Pisten 1, 3 und 4 allesamt nicht präpariert (aus Spargründen? wegen Schneemangel?), weshalb die verbleibenden Pisten voll und ausgefahren waren. Ebenfalls schade war, dass die Infrastruktur am Hörnli nicht der neuen Funktion angepasst wurde. Toiletten beispielsweise fehlen gänzlich, für Getränke muss man hochlaufen zur Hörnli-Hütte und sich einen der raren Plätze ergattern.
Weil die 2b runter nach Innerarosa ebenfalls geschlossen war, musste man zwangsläufig weiter zum Plattenhorn. Bereits ab dort wurde es spürbar leerer und angenehmer im Skigebiet. Nicht mehr die vollen Pisten von der Ostseite oder vom Stätzertäli, endlich wieder Raum und Freiheit auf den Pisten. Im Skigebiet Arosa kam mir noch alles sehr vertraut vor, obwohl dies erst mein vierter Besuch war und der letzte auch schon 6 Jahre vergangen ist.
In Arosa fahre ich immer wieder gerne die rote Gipfelpiste am Weisshorn. Nichts spektakuläres, aber eine abwechslungsreiche Piste mit einigen Höhenmetern. Jetzt war ich das erste Mal hier seit dem Bau der neuen 6KSB Brüggerhorn. Und sofort war spürbar, wie der untere, von der KSB miterschlossene Teil der Piste viel stärker bevölkert und abgefahren war. Erneut die beinharten Verhältnisse, wie auf der Lenzerheide. Selbst mit dem neuen Snowboard wars schwer, Halt zu finden.
Apropos Brüggerhorn: da fuhr ich auch einmal, um die "Black Diamond" auszuprobieren. Diese schwarze, mir noch unbekannte Piste wird speziell promotet. Oben eigentlich eine nette und schön leere rote Hinterum-Piste, unten dann ein Steilhang, aber nichts Aussergewöhnliches. Der obere Teil sagte mir echt zu. Der Steilhang war halt abgerutscht und hätte mir sicher gefallen bei besseren Schneeverhältnissen. Jedenfalls eine gelungene Erweiterung des Kerngebiets, damit verteilen sich die Leute in Arosa besser.
Wie immer waren auch diesmal die schwarze Gipfelpiste und die beiden anschliessenden schwarzen Steilhänge an der Carmenna-Bahn hart und abgefahren. Hingegen machten wir mehrere Wiederholungsfahrten an der unteren Sektion der Sesselbahn, wo ich bei meinen letzten beiden Tages-Besuchen kaum fuhr. Hier waren alle Pisten offen und schön leer. Zurück zur Lenzerheide gings entweder über Innerarosa und die lange Hörnli-Gondel, oder via Plattenhorn und Hörnli-Sessel.
Etwas schade war, dass es in Arosa quasi nur bediente Restaurants gibt und da auch die Küche erst um 12 Uhr öffnet. Na gut, auf der anderen Seite habe ich Verständnis für sämtliche Sparmassnahmen wegen Corona. Die sonnige Schneeschüssel von Arosa war für uns jedenfalls eine schöne Ergänzung zum Skigebiet der Lenzerheide. Man muss dann einfach abends, auf der Lenzerheide Ostseite, noch irgendwie die Eisbahn beim Urdenfürggli heil herunterkommen.
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