Hasliberg Mägisalp Januar 2010


Der nette Klassiker (2. Teil)

Etwa um halb 11 begannen wir, von der Käserstatt-Seite des Skigebiets in die zweite Hälfte zu wechseln, welche mit den Gipfeln Planplatten und Glogghüs noch etwas weiter hinaufreicht. Am einfachsten geht dies über die rote Waldabfahrt nach Bidmi, da hier nur vor der Station ein paar Meter geschoben werden muss. Über die Mägisalp kamen wir hinauf nach Planplatten (neudeutsch "Alpentower"). Die Gondelbahn dort hinauf ist hier die wichtigste Beschäftigungsanlage, auch ich fuhr sie insgesamt 6 mal.

Pistenplan Skigebiet Hasliberg Mägisalp

Ausfahrt der roten 5 aus dem Wald bei Bidmi
Ausfahrt der roten 5 aus dem Wald bei Bidmi

Übersicht der Geländekammer am Glogghüs mit den beiden Sesselliften
Übersicht der Geländekammer am Glogghüs mit den beiden Sesselliften

der steile Startabschnitt der Gondelbahn zum Planplatten
der steile Startabschnitt der Gondelbahn zum Planplatten

Bergstation Planplatten
Bergstation Planplatten

Nach dem Mittagessen waren die Gummenalp-Pisten an der Reihe. Es sind dies klassische "Hintenrum"-Abfahrten durch eine nicht mit Bahnen erschlossene Geländekammer. Mit ihren 800 Höhenmetern durch naturbelassenes Gelände, vom baumfreien Gelände nach und nach in den Tannenwald, sind sie landschaftlich sicher das Schönste im Skigebiet Hasliberg und machten dementsprechend viel Spass.

Gummenalp-Pisten: schön trassiert und schöner Schnee
Gummenalp-Pisten: schön trassiert und schöner Schnee

ein Blick zurück
ein Blick zurück

Winterstimmung
Winterstimmung

griffige Verhältnisse auf der Gummenalp
griffige Verhältnisse auf der Gummenalp

der Skilift Spycher dient als Rückbringer zur Mägisalp
der Skilift Spycher dient als Rückbringer zur Mägisalp

zwischen Planplatten und Tschuggen
zwischen Planplatten und Tschuggen

Skilift Tschuggen mit viel Platz auf den Pisten
Skilift Tschuggen mit viel Platz auf den Pisten

Um halb zwei gings in den höchsten Bereich des Skigebiets am Glogghüs, eine Neuerschliessung von 1992. Von den beiden Liften wird eigentlich eine Hauptpiste erschlossen, wobei dank der "Zwischenstation" Hääggen der steilere obere Teil nicht zwingend bestritten werden muss, wobei dieser aber wesentlich besser zu fahren war als der unter, künstlich beschneite Teil, der sich als Eisbahn präsentierte. Überhaupt war im ganzen Skigebiet ein eklatanter Unterschied zwischen den griffigen Naturschneepisten und den aalglatten Kunstschneehängen festzustellen.

4KSB Häägen vor der Einfahrt in die Bergstation
4KSB Häägen vor der Einfahrt in die Bergstation

auf der steilen 4SB Häägen-Glogghüs
auf der steilen 4SB Häägen-Glogghüs

weiter unten thront die Station Hochsträss über dem Nebelmeer
weiter unten thront die Station Hochsträss über dem Nebelmeer

Der Glogghüs-Sessellift nicht ganz bis auf den Gipfel, die letzten Höhenmeter werden zu Fuss zurückgelegt. Das Panorama ist, auch wegen der bescheidenen Höhe von 2450 Metern, nicht überragend, doch immerhin sieht man auf die benachbarten Skigebiete von Engelberg und Melchsee-Frutt. Man will ja diese drei Stationen miteinander zum "Schneeparadies" verbinden. Bleibt zu hoffen, dass dieses überdimensionierte Projekt nicht in die Tat umgesetzt wird.

Melchsee-Frutt aus der Vogelperspektive
Melchsee-Frutt aus der Vogelperspektive

Blick über das Skigebiet von Melchsee-Frutt in Richtung Jochpass und Titlis
Blick über das Skigebiet von Melchsee-Frutt in Richtung Jochpass und Titlis

die Glogghüs-Piste befindet sich quasi gegenüber den Planplatten-Hängen
die Glogghüs-Piste befindet sich quasi gegenüber den Planplatten-Hängen

hier die Mägisalp, der Dreh- und Angelpunkt der Reuti-Seite
hier die Mägisalp, der Dreh- und Angelpunkt der Reuti-Seite

Nach und nach erreichte die Schlechtwetterfront auch die Zentralschweiz und sorgte für Bewölkung. Ich wechselte nochmals zum Planplatten, wo auf der schwarze Piste die besten Schneeverhältnisse im Gebiet herrschten. Danach fand ich an der Gummenalp doch noch einige schön fahrbare Pulverschneehänge. Denn weiter oben am Glogghüs war wegen dem harschigen Schnee daran nicht zu denken.

blaue Pisten Mägisalp-Bidmi
blaue Pisten Mägisalp-Bidmi

die neuste Anlage im Gebiet: Gondelbahn von Hasliberg-Reuti nach Mägisalp
die neuste Anlage im Gebiet: Gondelbahn von Hasliberg-Reuti nach Mägisalp

Mittelstation Bidmi
Mittelstation Bidmi

siehe da: Pulverschnee
siehe da: Pulverschnee

Der Abschluss erfolgte schliesslich wieder auf der Käserstatt. Schönes Wetter, wenig Leute und ein nettes Skigebiet zum Kennenlernen, mit idealer Grösse: ein gelungener, relativer langer Tagesbesuch. Wir konnten alle wesentlichen Pisten befahren und uns in den schönsten Ecken noch etwas länger aufhalten. Es gibt hier eine gesunde Mischung zwischen kuppelbaren Anlagen und ruhigeren Skiliften, ebenso zwischen Waldabfahrten und solchen im offenen Gelände. Ausser der Kunstschneegeschichte gabs wirklich nichts auszusetzen, als Ganzes vermochte mich das Skigebiet zu überzeugen.

Bewertung Skigebiet Hasliberg:
13 Liftanlagen - Pisten von 1071 bis 2437 m.ü.M.
Pistenvielfalt: 4/6 - Erschliessung der Pisten: 4/5 - Service: 2/4 - Kulisse: 2/3 - Gastronomie: 1/2
total: 13 von 20 Punkten
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