Nun Teil 2 des Tages, mit Bumbach am Ende des Emmentals. Ein kleines Skigebiet mit zwei Skiliften. Genauso wie die Marbachegg mit bescheidener Höhenlage, aber im totalen Schattenhang unter dem Hohgant. Ich wählte mir eine Zwei-Stundenkarte aus. Nicht an der Kasse, sondern erst am Skilift wurde mitgeteilt, dass dieser bald wegen Revisionsarbeiten für 30 Minuten abgestellt würde und man die Zeit am oberen Skilift überbrücken müsse.

Offiziell hiess es, dass alle Pistenkilometer geöffnet seien. Doch bereits während der Bergfahrt mit dem Skilift Roseggli stellte ich fest: dem war nicht so, es war einfach die grösstenteils beschneite Hauptpiste offen, für alles andere lag eindeutig zuwenig Schnee. Nun, aufgrund der Liftpause blieb mir nichts anderes übrig als oben am kurzen zweiten Skilift meine Runden zu drehen, sechs wurden es insgesamt. Die Piste war bereits ausgefahren und hart, der Untergrund kam hervor, man musste sich einen vernünftigen Weg auf oder neben der Piste jedes Mal von Neuem suchen. Auch auf dem Lifttrassee kam bereits der Boden zum Vorschein.

Sektion 2, Skilift Gemeinenwängen

kurz und schneearm

am Gegenhang die Marbachegg

hinten die Schrattenflue

im Rücken der Hohgant

Pistenstart auf 1340 m.ü.M.

Sobald der untere Lift wieder in Bewegung war, versuchte ich dort mein Glück. Die dortige Hauptpiste wird ein wenig beschneit, was sofort zu spüren war: zwar harter Kunstschnee, dafür eine durchgehendes Schneeband ohne Feindkontakt. Machte definitiv mehr Spass zu fahren, auch wenn die Piste keinerlei Überraschungselemente bietet und relativ monoton den Hang hinunterführt. Unten traf mich der Schlag, wegen der Pause hatte sich eine gewaltige Warteschlange gebildet.

Monsterschlange am unteren Skilift

Skilift Roseggli mit Strassenkreuzung

kurz drückt die Sonne hindurch

Aussicht zum Jura

Sowieso waren mehr Leute in diesem kleinen Skigebiet, als ich erwartet hatte. Für kleine Kinder war der Nachmittag gratis - dies lockte scheinbar einige Familien hierher, vor allem das Anfängergelände an der Talstation war gut besucht. Für zwei Wiederholungsfahrten am unteren Lift hatte ich noch Zeit, dann gab ich das Skibillet zurück. So erreichte ich noch das Postauto mit Abfahrt um 13:45. Gewaltig früh, um einen Skitag zu beenden, aber trotz der wenigen Fahrten hatte ich genug.

beschneite Hauptpiste Roseggli

hart, aber wenigstens genügend Schnee

Zielhang vor der Talstation

gut besucht das Anfängergelände

Hauptsache mal da gewesen - so lautet ungefähr das Fazit. Sowohl vom Skigebiet an sich wie auch von den Schneeverhältnisse hatte ich eigentlich mehr erwartet. Dazu kam die ungünstige Liftpause. Genauso wie beim gleich grossen Skigebiet Innereriz ein Tal daneben ist das hier ein Kleingebiet für Familien aus den umliegenden Dörfern, zwar mit 400 Höhenmeter, aber ohne Anspruch auf sportliche Herausforderungen. Trotzdem, auch diese Skigebiete braucht es.