Zunächst hatte ich mir überlegt, nochmals an der 8KSB Visnitz zu fahren, entschied mich aber, gleich in die Salaas-Geländekammer zu wechseln, welche ich mir für den Morgen vorgenommen hatte. Über Nacht waren die Pisten allesamt zugefroren und nun pickelhart zu fahren. Zunächst fuhr ich die beiden Pisten 70 und 70a, anschliessend gings mit der 6KSB Viderjoch 2 weiter. So wirklich wollte mir dieser Sektor nicht gefallen, vermutlich weil auch hier die Landschaft mit zuvielen Sesselbahn zugepflastert wurde.
Die Situation oben an der Greitspitze mit dem Skilift ist ziemlich unübersichtlich. Kurz eine Wiederholungsfahrt mi der roten 14, anschliessend wollte ich eigentlich auf die schwarze 72, die gestern von Weitem noch nett aussah. Sie war aber vom Skilift gar nicht direkt zu erreichen, ich musste einmal um die Verbauung rundum fahren und zur Bergstation der Sesselbahn hinaufgehen. Der Steilhang war erstaunlich gut zu fahren, hier gabs sogar fast etwas Pulverschnee. War aber letztlich recht kurz. Nochmal rauf mit der KSB Viderjoch 2, und ein letztes Mal runter zur Alp Trida
Ich glaube, für viele Ischgl-Touristen ist der Tagesablauf gleich: zuerst ein paar Fahrten an der Idalp, dann rüber auf die Schweizer Seite, wo man von der 8KSB Visnitz angezogen wird, und schliesslich über den Flimsattel zurück. Also galt es, antizyklisch zu fahren und bereits jetzt nach Österreich zu switchen, wo der Sahara-Staub soweiso weniger Spuren hinterlassen hatte. Gleich als erstes auf die menschenleere Talabfahrt 1. War bereits aufgefirnt, allerdings wurde sie offensichtlich nicht neu präpariert seit gestern, wo sie ja mittags geschlossen wurde. An der Mittelstation stieg ich aber bereits in die Fimba-Gondel ein. Nochmals Ischgl wollte ich mir nicht geben.
Den Rucksack deponierte ich nun bei Höllboden, ein praktischer Standort. Im weiteren Tagesverlauf würde ich immer wieder da vorbeikommen. Bereits war klar: für alles würde ich nicht mehr Zeit haben, also verzichtete ich auf die verschiedenen, vermutlich flachen Pisten im Fimbatal. Stattdessen machte ich eine Runde zur Sesselbahn Höllspitz, bevor es dort an der Paznanuer Thaya möglicherweise laut werden würde. Und Betrunkenen wollte ich auf der Piste auch nicht mehr als unbedingt nötig begegnen.
Die schwarzen Pisten an der Höllspitze waren tatsächlich noch relativ gut zu fahren - vermutlich, weil die Ischgler Klientel keine schwarzen Pisten fährt respektive fahren kann. Jedenfalls noch keine Haufenbildung und nette Steilhänge. Gefiel mir! Anschliessend auch noch eine Wiederholungsfahrt an der 6KSB nebenan, wo es auch ganz ok war, bevor ich zurück zum Höllboden wollte, um Wasser zu trinken. Die warmen Temperaturen machten ordentlich Durst.
Damit war auch schon wieder der halbe Tag vorbei. Hier auf der österreichischen Seite war besonders augenfällig, wie der halbe Berg mit Lawinensprengeinrichtungen überbaut wurde, einfach damit möglichst viele Pisten angelegt werden können. Durchindustrialisiert von A bis Z. Für den Nachmittag blieben noch die Lange Wand, der Palinkopf und der Piz Val Gronda als Ziele.
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